Die gute Zusammenarbeit der Automobilindustrie ermöglicht die Verwaltung wichtiger Werkstoffdaten der Schweiß- und Fügetechnik für die Bereiche Design und Simulation

Neue, auf bewährte Methoden aufbauende Werkzeuge sparen Zeit und unterstützen den gesamten Lebenszyklus der Werkstoffeigenschaften

Cambridge, UK – 13. April 2016 Granta Design hat heute neue GRANTA MI Werkzeuge für die Verwaltung wichtiger Materialeigenschaftsdaten von Schweiß- und anderen Fügetechniken angekündigt. Diese Daten sind für Automobilunternehmen, in den Bereichen Konstruktion und Berechnung sehr wertvoll. Bisher wurden diese Daten nur bedingt systematisch verwaltet, was zu Ineffizienz, Inkonsistenz und einem erhöhten Risiko geführt hat. Granta arbeitet gemeinsam mit OEMs und Zulieferern im Automotive Material Intelligence (AutoMatIC) Consortium an anwendungsfertigen, erweiterbaren Informationssystemen, die sicherstellen, dass firmeneigene Daten für Schweißen und andere Fügetechniken erfasst werden sowie rückverfolgbar, durchsuchbar und zugänglich sind. Die Anwender werden dadurch Zeit sparen und können so den größtmöglichen Nutzen aus dem Firmenwissen ziehen. Weitere Informationen dazu werden in einem Web-Seminar am 26. April verfügbar sein.

Die Mitglieder des AutoMatIC, wie General Motors, PSA Peugeot Citroën, und Jaguar Land Rover, nutzen GRANTA MI™, das führende System für Materialinformationsmanagement in Fertigungsunternehmen, um ihre Werkstoffinformationen im Unternehmen zu verwalten. Im Rahmen des in dieser Woche stattfindenden SAE World Congress in Detroit wird Granta eine Erweiterung seines GRANTA MI:Metals Template™ bekannt geben. Diese Erweiterung basiert auf Erfahrungen der Mitglieder zu bewährten Methoden bei der Verwaltung von Schweiß- und Fügetechnikdaten. Das Template umfasst Datenstrukturen und Werkzeuge, die jedes Unternehmen benötigt, um innerhalb von GRANTA MI schnell eine einzige Informationsquelle für seine Metalleigenschaftsdaten zu entwickeln.

Daten für Schweiß- und Fügetechnik verwalten zu können ist insbesondere für Konstruktion und Berechnung von entscheidender Bedeutung, da das Fahrzeugverhalten, z. B. bei Crash-, Betriebsfestigkeits- oder anderen Untersuchungen, nicht nur sehr stark vom Verhalten der eingesetzten Werkstoffe abhängt, sondern auch von den verwendeten Fügetechniken. Welche der zahlreichen Fügetechniken auch eingesetzt werden, ihre tatsächlichen Kennwerte müssen gemessen und den Ingenieuren, die diese Daten für Design, Simulation und Betriebsfestigkeitsanalysen benötigen, zur Verfügung gestellt werden.

Granta arbeitet mit führenden Automobilherstellern zusammen, um ein Template mit bewährten Methoden für die Verwaltung von Werkstoffkennwerten für Schweiß- und andere Fügetechniken zu erstellen.

Granta arbeitet mit führenden Automobilherstellern zusammen, um ein Template mit bewährten Methoden für die Verwaltung von Werkstoffkennwerten für Schweiß- und andere Fügetechniken zu erstellen.

Im allgemeinen Wandel der Werkstofftechnologie und zur Unterstützung von Multimaterial-Designs zur Gewichtreduzierung sind die Automobilunternehmen mit einer steigenden Komplexität bei Fügetechniken und übergreifenden Leistungsdaten konfrontiert.

  • Datenkomplexität – bei der Modellierung einer Verbindung müssen Faktoren wie multizyklisches Verhalten für die Betriebsfestigkeitsanalyse, nichtlineare Plastizität, dehnungsabhängiges Verhalten und sensitive, netzabhängige Parameter für die entsprechenden CAE Werkzeuge berücksichtigt werden.
  • Datenmenge – OEMs verfügen meist über mehrere zehntausend Materialkarten für das Punktschweißen, die sämtliche Werkstoffkombinationen der zu verbindenden Bauteile, den Schweißprozess und die finale Nachbearbeitung, wie z. B. Lackeinbrennen, umfassen.
  • Verknüpfung der “Urheber” mit den Nutzern der Daten - für die Erzeugung von Materialmodellen für Verbindungen ist Werkstoffexpertise erforderlich. Die Nutzer dieser Daten aus dem CAE-Bereich können diese Modelle jedoch nicht immer ohne entsprechende Metadaten korrekt anwenden.

Die aktualisierte GRANTA MI Softwareumgebung wird diesen Herausforderungen gerecht und bietet systematische Maßnahmen, um große Mengen komplexer Daten und ihre wechselseitigen Beziehungen zu erfassen. Darüber hinaus integriert sich die Software in CAE- und Modellanpassungswerkzeuge von Drittanbietern, so dass den Anwendern dieser Systeme eine vollständige Rückverfolgbarkeit und der Kontext der Daten zur Verfügung steht.

Dan Williams, der das AutoMatIC Consortium für Granta Design koordiniert, erläutert: „Es ist großartig, die Expertise des Konsortiums so zu erfassen, dass dieser Mehrwert allen Mitgliedern und anderen Anwendern der Materialinformationstechnologie geboten wird. Das Ziel des Konsortiums ist die Unterstützung des kompletten Materialkennwerte-Lebenszyklus —Versuch, Qualifizierung, Produktdesign, Betriebsfestigkeit/Crash-Simulation – und wir erreichen dies, indem wir die richtigen Daten, im richtigen Format, denn richtigen Personen verfügbar machen.“

Über GRANTA DESIGN

Die Experten für Werkstoff-Informationsmanagement. Granta Design wurde 1994 gegründet und ist ein unabhängiges, privat geführtes Unternehmen im Besitz seiner Gründer, Angestellten, der Universität Cambridge und ASM International. Das Unternehmen bietet Industrielösungen zur Verwaltung, Analyse und Anwendung von entwicklungskritischen Werkstoffinformationen. Typische Anwendungen sind Materialdatenmanagement, Materialauswahl und -substitution, Kostenoptimierung und nachhaltiges Produkt-Design. Granta arbeitet mit führenden Unternehmen aus verschiedenen Industrien, darunter: Luft- und Raumfahrt, Verteidigung, Energieerzeugung und Verteilung, Medizintechnik, Materialherstellung, Verbrauchs- und Industriegüter sowie mit Automobilherstellern und -zulieferern. Das CES EduPack wird an über 1000 Universitäten und Fachhochschulen weltweit eingesetzt. Weitere Informationen über Granta Design und seine Produkte finden Sie unter: www.grantadesign.com.

Weitere Informationen:


Alle Neuigkeiten